Sonntag, 10. Mai 2015

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Milan Kundera

Hallo meine lieben Leser,


derzeit bin ich ein wenig auf dem Kriegsfuß mit der Technik. Zwei meiner Smartphones sind kaputt gegangen und so macht sich das Bilderhochladen für mich gerade ziemlich kompliziert denn ich muss mir alles, da ich noch auf einen SD-Kartenadapter warte, per Email zuschicken.
Deswegen hat es auch mal wieder ein wenig gedauert das ich hier eine Rezension zu Tage bringen konnte.
Ich bitte um Verzeihung!

Heute möchte ich euch deswegen einen tollen Roman vorstellen welchen ich bereits in 3 Tagen verschlungen hatte, es handelt sich um:

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins


Daten rund um das Buch:


Titel: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
Autor: Milan Kundera
Genre: Roman
Verlag: Carl Hanser Verlag
Erscheinungsjahr: 1984 (in tschechischer Sprache)
Seitenzahl: 301
ISBN: 3-446-15226-1

Das Cover des Buches

Über den Autor:

Kundera wurde am 01. April 1929 in der Tschechoslowakei geboren und schrieb mit "Die unerträgliche Leichtigkeit des Sein" sein erfolgreichstes Buch, im Jahre 1984.
Bekannt wurde er jedoch schon eher durch den Dreibänder "Das Buch der lächerlichen Liebe" und seit 1993 schreibt er ausnahmslos in der französischen Sprache.
Er schrieb unter anderen Romanen auch Gedichte, ein Theater und Esseys.


Der Klappentext:

Auch bei diesem Werk finden wir den Klappentext tatsächlich in der Klappe des Einbandes und nicht auf der Rückseite des Buches.

Das zentrale Datum ist 1968, der Einmarsch der sowjetischen Truppen in der Tschechoslowakei: Danach hat sich nicht nur das politische Klima verändert, sondern die Menschen selbst sind heimatlos geworden, ohne inneren Ort. Wer keine Heimat hat geht ins Exil. Aber auch das Exil, die Öffnung der Welt und der persönlichen Perspektiven, bringt für Tomas und Tereas, eines der glaubhaftesten Liebespaare der modernen Literatur, nicht die ersehnte Freiheit, sich ohne äußerlichen Druck frei zu begegnen. Im Gegenteil, der Druck nimmt zu und treibt sie auseinander, so weit, bis Teresa von Zürich wieder nach Prag zurück kehrt. Und Tomas, der Libertin, der die Freiheit sehr einseitig für sich ausgelegt hat, folgt ihr nach. Wieder ein neues Leben, wieder der Versuch, herauszufinden, was einem am Leben erhält.

Milan Kundera plädiert für den Roman, der Poesie, Phantasie, Philosophie, Aphorismus und Essey, Unterhaltung und Boulevardkomödie verbindet zur "Einheit von leichter Form und ernstem Gegenstand".
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins ist ein Liebesroman, der das Gefühl an der Zeit mißt, ein politischer Roman, der die Moral der Ideologie an den Menschen mißt, ein tragischer Roman, der mit den Miteln der wilden Komik und der Groteske argumentiert - kurz: ein Roman der die Ungereimtheiten Europas über alle gegenwärtigen Grenzen hinweg mit seinem Gelächter, seinem Zorn und seiner Liebe verfolgt, einfängt und bloßstellt.


Klappentext und passendes Lesezeichen
Auf der Rückseite des Buches sind Zitate von Zeitungen, der Frankfurter Rundschau und anderen, zu dem Buch, aufgelistet.

Die Rückseite des Buches

Kapitelübersicht:

Das Buch besteht aus sieben Teilen! Sie befinden sich am Schluss des Buches.


  • Erster Teil: Das Leichte und das Schwere
  • Zweiter Teil: Körper und Seele
  • Dritter Teil: Unverstandene Wörter
  • Vierter Teil: Körper und Seele
  • Fünfter Teil: Das Leichte und das Schwere
  • Sechster Teil: Der große Marsch
  • Siebter Teil: Das Lächeln Karenins
Inhaltsangabe



Der Inhalt des Buche / Die Geschichte:

In erster Linie bezieht sich Milan auf seine beiden Hauptprotagonisten Tomas und Teresa, die sich unverhofft und durch den puren Zufall, in einer böhmischen Kleinstadt kennenlernen und über 10 Jahre ihres Lebens miteinander teilen. Mehr oder weniger denn Tomas ist der reinste Liebhaber, er hat sehr viele Frauen neben Teresa und sie erfährt sehr schnell davon, was sie über alle Jahre hinweg in schmerzliche Alpträume versetzt. Auf der einen Seite möchte sie Tomas, der durch den Einmarsch der sowjetischen Truppen so oder so schon eingefangen und kontroliert ist, nicht weiter unter Druck setzen, dennoch sehnt sie sich danach die einzige Frau (auch auf körperlicher Weise) für ihren Tomas zu sein. Er jedoch lässt, obwohl er sehr wohl Gewissensbisse bei seinen Romanzen empfindet nicht von diesem "Hobbie" ab und trifft sich schon zu Beginn mit der Malerin Sabina, welche später im Verlauf ebenfalls ihre Geschichte (dann aber mit Franz) erzählt und Teresa verhilft in Prag Arbeit zu finden. In der ersten Zeit photographiert Teresa, Tomas ist erfolgreicher und begeisterter Chirurg doch dann entscheiden die beiden nach Zürich zu ziehen und alles ändert sich.
Teresa merkt das sich sich nicht auf die Flucht vor Tomas seinen Affären begeben kann, denn Sabina ist mittlerweile ebenfalls in Prag und das sie durch die Photographie nicht die erwünschte Befriedigung erhält. Sie geht zurück nach Prag, reißt sich in erster Linie von Tomas los, doch dieser folgt ihr und lässt damit Sabina zurück. Aber auch in diesem Teil der Geschichte unterlässt Tomas seine jahrein und aus dauernden Affären mit fremden Frauen nicht und nachdem er öffentlich seine Meinung kundtut, welche abgewandelt in der Zeitung erscheint, sieht er sich gezwungen sein Amt als Chirurg nieder zu legen. Nun entfremden sich Teresa und er immer mehr, dennoch lieben sie einander still, jeder den anderen.
Milan erzählt zeitweise auch von Sabina welche in der Zwischenzeit Franz kennengelernt hat, dennoch aber an die Affäre mit Tomas zurück denkt und ihr Ideal nur in der Flucht vor sich selbst finden kann. Als Franz seine Frau und Tochter verlässt muss er feststellen das sich Sabina wieder auf eine Flucht begeben hat, ohne ihn und sein Gesuch mit ihr glücklich zu werden keine Erfüllung erfahren durfte.
Als Tomas vom Allgemeinmediziner zum Fensterputzer degradiert wird lernt er seinen Sohn, den er früher samt seiner Ex-Frau nicht wieder sehen wollte, kennen. Dieser fordert ihn zu einer Unterschrift auf einer Petition auf, welche er ablehnt. Später jedoch bereut er auch diesen Schritt, sowie er immer wieder bereut Teresa wieder nach Prag gefolgt zu sein. Dennoch gibt er sich zufrieden, zufrieden damit das er Teresa trotz seiner Liebe zu ihr verletzt und zufrieden damit das er mit seinem Sohn (welcher große Dinge auf ihn setzt) nichts zu tun haben möchte.
Am Schluss verbringen Teresa, Tomas und ihr Hund die letzten Jahre ihres Lebens auf dem Land, wo sie sich beide sehr gut aufgehoben fühlen und Tomas hier endlich erkennt das er ohne all seine Ideale ausgekommen ist und so auch ohne seine Affären auskommen kann.
Franz geht zusammen mit Ärzten, Schriftstellern und Musikern zu den Grenzen von Thailands, um dort die Truppen aufzufordern den Ärzten die medizinische Versorgung zu gewähren. Nachdem dies missglückte wird er überfallen und verstirbt im Krankenhaus, bei seiner verhassten Frau und Tochter.
Nur Sabina bleibt am Leben, wie ihre Geschichte weiter geht bleibt offen.

Tomas kann seine Liebe zu Teresa nie verstehen und hat das Gefühl das sie durch dumme Zufälle an sein Bett geschwemt wurde, damit er sich um sie kümmert. So sehr er sie liebt, so sehr hofft er auch manchmal ohne sie sein zu können.
Sabina hat tiefe Augen für Tomas, welcher jedoch sie nur als Affäre nutzt und denkt auch später oft an ihn zurück. Sie kann jedoch sehr gut allein leben und bevorzugt dies auch. Für Franz hat sie nichts weiter übrig als das er ihre Affäre ist und sie ihn mit Tomas vergleichen kann.
Franz hingegen schmachtet, vor Allem nachdem sie verschwunden ist, nach Sabina und hat auch später da er eine neue Freundin hat nur das Gefühl für sie zu leben. Heimlich richtet er auch sein neues Leben nach den Vorstellungen Sabinas oder dem was er dafür hält.



Meine Meinung / Fazit:

Dieses Buch hat mich nicht nur in seiner Liebesgeschichte und der ehrlichen und direkten Erzählungen über die erotischen Erlebnisse der Protagonisten, fasziniert sondern auch was die politischen Aspekte zu dieser Zeit in Euro anbelangt. Es ist sehr offen dargestellt wie die Arbeiter untereinander bei Ab- und Aufstufungen im Job umgingen (sehr ignorant) und wie sich das Bild der Leute mit der Zeit verändert hat. Es wird aufgeführt wie die Bürger kontrolliert, beobachtet und in den eigenen vier Wänden abgehört wurden und welche Angst sich aufgebaut hat gegen oder für die Polizei zu arbeiten. Teresa denkt sogar das ihre einzige Affäre, welche sie sich suchte damit sie einen möglichen Lösungsweg für ihr Dilemma wegen Tomas seiner Untreue finden konnte, inszeniert gewesen ist um sie bei Tomas anzukreiden oder vor den öffentlichen Pranger zu stellen. Die Schuld und das Schuldgefühl wird den Protagonisten sehr gut eingeredet und die verschiedenen Charaktäre gehen anders damit um. Wärend Teresa in Selbstmitleid und Schuldgefühlen versinkt ist Sabina hingegen eine offene und direkte Frau die jedoch immer wieder vor sich selbst und ihrem Umfeld flieht um sich dies bewahren zu können. Tomas schottet sich mit Affären ab und sieht nur in der Entdeckung des weiblichen Körpers einen wirklichen Sinn, abgesehen von seinem Beruf als Chirurg den er einseitig findet, dennoch aber vermisst als er nicht mehr ist. Und Franz ist ein Mann der Liebe, so wie sich Teresa sicherlich ihren Tomas gewünscht hätte. Ständig legt er sein Leben nach den Vorstellungen (oder dem was er dafür hält) von Sabina aus und verlässt für sie sogar seine Frau und seine Tochter, bei welchen er keine Verbindung zu sich selbst finden kann.
Alle samt sind sie mehr oder weniger glücklich und dennoch den ganzen Roman über auf der Suche nach dem Zufluchtsort wo sie nur sie selbst sein können. Der eine sucht dies in einem anderen Menschen, der andere im Aufmarsch gegen die Regierung oder einer andere Stadt.
Nur Teresa ist auf dem Land glücklicher denje bevor ihr geliebter Hund verstirbt der ihr zeigt das sie eigentlich mehr für dieses Tier gelebt hat als für Tomas, dennoch hat sie weiterhin Gewissensbisse (Hat sie nicht Schuld das Tomas kein Chirurg mehr war?) und stirbt schlussendlich zusammen mit Tomas bei einem Unfall.

Ich finde dieses Buch einfach fabelhaft! Der Schreibstil ist ehrlich, amüsant und gefühlvoll. Der Autor hat in meinen Augen nicht vergessen auf jedes aufkommende Detail einzugehen und hat mit diesem Buch ein, zu Recht, oft gepriesenes Meisterwerk geschrieben!

Ich habe auf jeden Fall einen neuen Lieblingsautor gefunden, von welchem ich gern andere Bücher lesen möchte! Und auch das Buch bekommt den einen Platz neben meinen anderen Lieblingsbüchern!

Freitag, 1. Mai 2015

Sofies Welt von Jostein Gaarder

Hallo liebe Leser,


endlich habe ich es geschafft und Sofies Welt von Jostein Gaarder zuende gelesen.
Ich hatte mich vor über einem Monat zu dem Kauf des Buches über rebuy.de entschieden weil ich auf anderen Blog´s bereits sehr gute Bewertungen zu diesem Werk gelsen habe und mich von der allgemeinen Meinung habe anstecken lassen.
Mich hat das Buch gerade einmal 0,77 Eurogekostet und war, für einen solch dicken Taschenbuch-Roman, wirklich ein Schnäppchen.

Allgemeine Daten:

Titel: Sofies Welt
Autor: Jostein Gaarder
Verlag: dtv (Deutscher Taschenbuch Verlag)
Genre: Roman
Seitenzahl: 606
ISBN: 3-423-12555-1

Cover


Über den Autor:

Von Jostein Gaarder, welcher 1952 geboren wurde und mittlerweile als freier Autor arbeitet habe ich persönlich wirklich noch nie etwas gehört geschweigedenn ein anderes Buch von ihm in der Hand gehalten.
Er studierte Naturwissenschaft, Theologie und Philosophie und lehrte Philosophie an Schulen für Erwachsene. Nebebei schrieb er jedoch Romane und Erzählungen auch für Kinder.
Er lebt heute, zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern, in Oslo und war schon mehrfach wegen seiner Kritik im Gespräch.
Unter Anderem schrieb er Das Weihnachtsgeheimnis, Hallo ist da jemand? und Das Orangenmädchen, jedoch erreichte er erst 2003 mit dem von ihm veröffentlichten Werk Sofies Welt den Duchbruch unter den Buchautoren. Mittlerweile ist dieses Werk in 40 Sprachen übersetzt wurden und erfreut sich weiterhin einer großen Leserschaft von Jugendlichen, Kindern und auch Erwachsenen.

Über das Buch:

Klappentext:

Der Klappentext dieses Buches ist nicht auf dem Einband oder der Rückseite zu finden sondern steht auf der ersten Seite über einer kurzen Vorstellung des Autors!

Myteriöse Briefe landen im Briefkasten der 15-jährigen Sofie Amundsenin Oslo. Was sollen diese Fragen "Wer bist du?", "Was ist ein Mensch?" und "Woher kommt die Welt?" Sofie ist irritiert, doch gleichzeitig beginnt ihr Geist sich zu regen. Die Briefe werden ausführlicher, und schon bald wirde Sofie in die abenteuerliche und geheimnisvolle Gedankenwelt der großen Philosophen entführt. Die rätzelhaften Botschaften erzählen nicht mehr und nicht weniger als die Geschichte Europas von der Antike bis zur Gegenwart. Und ausgerechnet beim Exkurs über den irischen Bischof Berkeley nimmt die ganze Geschichte eine unglaubliche Wendung... Ein Roman über zwei ungleiche Mädchen und einen geheimnisvollen Briefschreiber, eine fazinierende Philosophiegeschichte und vor Allem: ein geistreiches und witziges Lesevergnügen.

Der Inhalt:

Das Buch erschien 1998 das erste mal als ungekürzte Ausgabe und wurde mittlerweile sogar verfilmt!

Im Grunde wird der Leser bis zur Hälfte des Buches wirklich schlicht und einfach durch die Anfänge der philosophischen Geschichte geführt. Hierzu findet die 15-jährige (oder zu diesem zeitpunkt noch 14-jährige) Sofie Admunsen immer wieder geheimnisvolle Briefe und gelbe Briefkuverte in ihrem Briefkast. In den Briefen stellt ihr der Philosophielehrer, welcher bis zu einem Video in Rom unerkannt bleibt, immer wieder Fragen über welche sie anschließend nachdenkt und sobald sie den nächsten gelben Umschlag öffnet wird sie in die Lösungen dieser Fragen eingeführt.
Nachdem die neugierige Sofie versucht Alberto ihren Philosophielehrer ausfindig zu machen gelangt sie in eine verlassene Hütte welche "die Majorshütte" genannt wird, weil dort vor vielen Jahren ein Major gelebt haben soll. Sie findet dort einen unheimlichen Spiegel der ihr das Gefühl gibt ihr Spiegelbild würde ihr zuzwinkern. Außerdem machen zwe Bilder sie stutzig. Zum einen sieht sie einen älteren Herr potraitiert welcher den Namen Berkeley hat und zum anderen hängt dort ein Gemälde der Hütte, dieses Gemälde trägt einen ähnlich klingenden Namen wie Berkeley. Hier wendet die Geschichte.
Sofie lernt den geheimnisvollen Mann namens Alberto Knox in einer alten Kirsche kennen und von nun an sind die beiden ein eingefleischtes Team. Sie erkennen das sie nur "Hirngespinnste" eines Mannes sind welcher seiner Tochter Hilde zum Geburtstag eine Überraschung machen will, denn Sofie erhält neben den Briefen von Alberto auch Postkarten aus dem Libanon welche an eine Hilde Knag gerichtet sind.
Nun versuchen sie im verlaufe der restlichen, philosophischen Geschichte einen Ausweg aus der Gedankenwelt des Majors (Hildes Vater) zu finden und das Buch beginnt nun auch die Geschichte der Hilde aufzuführen. Hilde spielt ihrem Vater, bei desse Heimkehr, einen kleinen Streich um sich für Sofie und Albert zu rächen und liest ausführlich das Buch welches ihr Vater für sie geschrieben hat. Über sofie und Albert und die ganze philosophiesche Geschichte! Die beiden Mädchen, welche sich nicht begegnen können, da die eine nicht real und die andere aus Fleisch und Blut ist, haben dennoch eine spürbare Verbindung zueinander.

Mein Eindruck und Fazit:

Am Anfang habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Zwar ist mir der philosophische Verlauf der Menschengeschichte nicht unbekannt aber auch ich habe sehr viel dazu gelernt in der Zeit des Lesens! Dennoch wird es sehr schnell langatmig und die Dialoge zwischen den wenigen Personen welche mitwirken sind schlicht und einfach gehalten. Es macht wirklich oft den Anschein als würden sie gar nicht "leben".
Die philosophische Zusammenfassung ist ausführlich, die Geschichte drum herum über Albert, Sofie und Hilde jedoch nur schemahaft dargestellt. Ich persönlich vermisse ein wenig Gefühl in dem Ganzen und bekomme zum Schluss, da auf einmal alle möglichen Figuren aus anderen Märchen (wie Rotkäpchen) auftauchen das Gefühl als hätte der Autor das Buch am Ende sehr schnell abkürzen wollen oder so viel wie möglich, auf so wenig Platz wie möglich, zusammen schreiben wollen.
Im Grunde ist es wirklich sehr interessant über alte antike Philosophen und später über die Philosophen der Neuzeit zu lesen aber man kann sich nicht wirklich konzentrieren weil man immer versucht zu überlegen wie es wohl mit Sofie weiter geht.
Das Ende gefällt mir persönlich gar nicht! Aber an dieser Stelle möchte ich nicht verraten ob es Sofie und Albert wirklich gelingt aus dem Werk des Majors zu entkommen.

Eigentlich war ich von den Rezensionen anderer wirklich sehr angetan und habe ein spannenden Roman erwartet, leider aber ist er oft sehr schlicht und im Grunde nur auf Philosophie ausgerichtet.
Zum Nachdenken sehr gut, es regt an und Jugendliche mögen hier sicherlich ein wenig umdenken, dennoch für Erwachsene in meinen Augen zu simple geschrieben. Viele Dialoge zwischen Alberto und Sofie, in welchen Sofie nur wenig und oft immer wieder das Gleiche sagt ziehen das Buch anfänglich sehr in die Länge und zum Schluss nimmt die Geschichte eine Wendung die nicht für jederman Geschmack hat.Ich persönlich hätte mir hier ein wenig mehr Einfallsreichtum und Tiefgang gewünscht.




Mittwoch, 22. April 2015

Die Eiserne Ferse von Jack London


Hallo meine Lieben,


Noch nie in meinem Leben habe ich von diesem Buch gehört und unter anderen Umständen hätte ich es mir auch nicht zugelegt. Ich habe Die eiserne Ferse, von Jack London, von einer Freundin bekommen welche des Öffteren von einem alten Bekannten Bücher mitgebracht bekommt. Sie sortiert sie aus und bei denen welche sie nicht behalten möchte darf ich noch einmal drüber schauen.
So also kam ich zum alten Everhard-Manuskript.
Das Buch riecht alt, ist vergilbt und sein Einband (mit einem Hai der durch Gebäude bricht) ist angerissen. Ich liebe das alte Leben in diesen Büchern.

Daten zum Buch
Titel: Die eiserne Ferse
Autor: Jack London
Verlag: Neues Leben
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 1972 (Erstauflage von 1908)
Seitenzahl: 293 + 40 Seiten Erklärungen rund um die Begriffe im Buch
Lizenz Nr.: 303 (305/20/72)


Klappentext / Einband
In Wake Robin Lodge, USA, wird in einer alten Eiche ein Manuskript entdeckt, das bereits vor 700 verfaßt und hier versteckt worden ist. Dieses sogenannte Everhard-Manuskript enthält die Aufzeichnungen der Frau des Revolutionäres Ernest Everhard, der Anfang des 20. Jahrhunderts die große proletarische Erhebung gegen die EISERNE FERSE vorbereitete.
Die EISERNE FERSE, damals die geballte Macht der Herrchenden in Amerika, hat die Revolte, die ihren Höhepunkt in der Chicagoer Kommune fand, mit brutaler Kraft zertreten.
Avis Everhard hat sich aus dem Massaker retten können und an einem geheimen Zufluchtsort dieses Manuskript geschrieben, das aber vor seiner Vollendung abgebrochen und ein der Eiche versteckt wurde.
 





Erzählung
Dieses Buch ist auf den Kapitalismus Anfang des 20. Jahrhunderts, in Amerka, zurück zu führen und erzählt vor Allem von politischen Einblicken zu dieser Zeit.
Ernest Everhard macht es sich zum Ziel mit einer proletarische Revolte, in den Jahren 1912 - 1932, in den Kampf gegen die Führung des Landes (der sogenannten eisernen Ferse) zu ziehen und scheitert an zweier dieser Versuche.
Seine Frau erzählt in dem unvollendeten Manuskript von ihrer Beziehung zu ihrem Mann, welcher sie über die wirkliche politische Lage aufklärte und vor Allem über den gemeinsamen Versuch die Arbeiter an die Spitze der Macht zu führen.
Es wird sehr genau von Arbeiterparteien, Abstürzen von Schichten und dem Missbrauch von Macht erzählt weswegen es mehr als verständlich ist das das Werk, welches auf keinen wirklich existenten Menschen zurück zuführen ist, in den ersten Erscheinungsjahren verboten wurde.
Jack London umfasst in diesem Werk nicht nur das, von ihm Miterlebte, sondern versucht gleichzeitig auf das System in der Zukunft und wie es kommen wird aufmerksam zu machen.
Erst im 23. Jahrhundert vermag das Buch darauf zu schließen das die Unterdrückung der eisernen Ferse verstummt und die hervorgesehene Menschbrüderschaft beginnt.

Testausschnitte
"Zum ersten Mal begegnete ich ihm im Februar 1912, als er, von meinem Vater zum Essen eingeladen, und in unser Haus in Berkeley kam. Ich kann nicht behaupten das mein erster Eindruck von ihm günstig war...."

"Ich schaute hin und sah das der Ärmel leer war. "Etwas Blut von diesem Arm höre ich von ihren Dachbalken tropfen", sagte Ernest immer noch sanft......

"Sie haben nicht die ganze Geschichte erzählt!", bemerkte ich mit Überzeugung. "Oder sie kennen nicht die ganze Geschichte. Vielleicht war der Mann unverschämt." "Unverschämt? Hahaha" sein Gelächter war mephestophelisch."

"Er schüttelte den Kopf. "Einer unserer Kernsätze lautet, daß jedes auf Klassen und Kaste gegründete System die Keime seines Zerfalls in sich trägt...."

Bemerkung 66: Ein Jahrzehnt vor dieser Rede von Everhard gab das Handelsamt von New York einen Bericht, aus dem wir folgendes zitieren: "Die Eisenbahnen haben die vollständige Gewalt über die gesetzgebende Körperschaft in den meisten Bundesstaaten, sie setzen Senatore, Kongreßmitglieder und Covernors der Vereinigten Staaten ein und ab und diktieren praktisch die Regierungspolitik der Vereinigten Staaten"

Mein Eindruck
Zu Beginn habe ich nicht verstanden ob es sich bei dem Werk um eine wahre Erzählung handelt, das gebe ich offen zu. Es hat mich, bin ich doch an den heutigen Schreibstil gewöhnt, sehr verwundert das das Manuskript erst im 27. Jahrhundert (also der Zukunft) gefunden wird und man abgesehen von dem Manuskript nur in den nachfolgenden Beschreibungen der gekennzeichneten Nummern, am Ende des Buches, eine weitere Handlung feststellen kann. Es wird von Avis Everhard zwar erwähnt das ihr Mann nicht mehr am Leben sei aber man erkennt erst im Kontext des eigentlichen Everhard-Manuskriptes, das er hingerichtet wurde. Das Buch schließt schlussendlich damit das der Revolutionär zu seiner Lebzeit die Revolte nicht bis an ihr Ziel bringen konnte und auch 700 Jahre, als die Eiserne Ferse endlich geschlagen ist, niemand weiß unter welchen Umständen Everhard hingerichtet wurde und weswegen seine Frau verschwand. Das Manuskript ist nicht vollständig. Das Buch im Ganzen sehr interessant aufgebaut.

Fazit
Ich persönlich musste erstmal durchsteigen und mich mit einigen der im Buch fallenden, politischen Begriffe auseinander setzen. Ich kann mir deswegen vorstellen das es von vielen Lesern der heutigen Zeit einfach wieder bei Seite gelegt wird weil es als "zu hoch für mich" eingestuft wird. Es ist zwar ein politischer Roman dennoch aber wird auch auf die Beziehung der Eheleute Everhard eingegangen welche ich sehr spannend finde, da Avis sehr von ihrem Mann angetan und er ihr sehr nah ist und sie für die gleiche Sache kämpfen und sich aufopfern. Zum Schluss wird das Buch in meinen Augen interessanter, denn es wird nicht mehr so viel politischer Zusammenhang sondern viel mehr das Leben als Revolutionärsfrau, Spionin und Freiheitskämpferin, der Avis Everhard, beschrieben.Ich würde dieses Buch allen empfehlen die sich gern mit dem Kapitalismus von 1900 auseinander setzen und welche ältere Werke gern einmal zur Abwechslung lesen. Mir selber hat es nicht geschadet und der Schreibstil (erst als Manuskript und dann mit weiterführender Geschichte in den Beschreibungen der Begriffe) hat mir sehr gefallen.

Montag, 20. April 2015

Das Lächeln der Frauen von Nicolas Barreau

Hallo meine Lieben,

Wie bereits in meinem letzten Bericht angekündigt habe ich mir 30 gebrauchte Bücher bestellt, welche ich alle noch nicht kannte und mir damit mal wieder neuen Lesestoff ins Haus geholt.
Ich brauche das zur Zeit aus vielen Gründen. Die Trennung, die Flichten und dann der Versuch dem ungeborenen Kind Willen ein wenig Entspannung in meinen Alltag zu bringen.
Gekauft habe ich diese Bücher, sowie auch Das Lächeln der Frauen von Nicolas Barreau (um welches es hier gehen soll), bei rebuy.de.
Dieses Exemplar hat mich gerade einmal 0,99 Cent

Daten rund um das Buch
Titel: Das Lächeln der Frauen
Autor: Nicolas Berreau
Genre: Roman
Format: Taschenbuch
Verlag: PIPPER
Form: Ich-Form (zwei verschiedene Erzähler)
Seitenzahl: 324
ISBN: 978-3-492-27285-8



Klappentext
Die Restaurantbesitzerin Aurélie hat Liebeskummer: Von einem Tag auf den anderen wurde sie von ihrem Freund verlassen. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer Buchhandlung auf einen Roman, der gleich in den ersten sätzen nicht nur ihr Lokal, sondern sie selbst beschreibt. Natürlich möchte Aurélie den Autor kennenlernen, doch der ist leider sehr menschenscheu, erzählt der Lektor des französischen Verlags. Aber Aurélie gibt nicht auf....

Zum Autor
Geboren wurde Nicolas 1980 in Paris.
Er studierte an der Sorbonne Romanistik und Geschichte und schrieb an seiner Dissertation. Zeitweise arbeitete er in einer Buchhandlung und eroberte zuerst mit "Die Frau meines Lebens" und später mit "Du findest mich am Ende der Welt" die Herzen seiner, vor allem weiblichen, Leserinen. Mit "Das Lächeln der Frauen" schaffte er es abermals eine breite Leserschaft anzulocken.

Textausschnitte
"Und ich war Schuld daran.
"Monsieur Monsignac, bitte beruhigen sie sich." ich knetete meine Hände. Glauben sie mir ich tue mein Möglichstes. Aber Monsieur Miller ist nunmal Engländer. My Home is my castle. Sie wissen schon. Er lebt sehr zurückhaltend in seiner Cottage, bastelt normalerweise an seinen Autos rum - er ist den Umgang mit der Presse doch gar nicht gewöhnt, und er steht einfach nicht gern im Mittelpunkt. Ich meine, das ..... das macht ihn doch gerade so sympatisch...."
Ich merkte wie ich um mein Leben redete.""Ich atmete tief durch und biss mir auf die Lippen. "Und ich habe schon gedacht, sie würden sich gar nicht mehr an mich erinnern.", sagte ich erleichtert.
"Nein! Nein" rief er aus. "Bitte das durfen sie nik denken. Ick erinner alles! Ihr schoner Brief, das Bild!....."
"Er klopfte mir auf die Schulter. "Das ist eine unglaubliche Geschichte, André. Sie ist einfach großartig! Schreiben sie sie auf, fangen sie morgen damit an, oder noch besser heute nacht. Schreiben sie um ihr Leben, mein Freund. Schreiben sie sich in das Herz dieser Frau, die sie schon mit ihrem ersten Roman verführt haben."....."

Inhalt
Erzählt wird die Geschichte von den beiden Hauptprotagonisten André und Aurélie. Beide leben sie in Frankreich, Paris und doch glaubt Aurélie, in einer bitteren Trennungsfase, einem englischen Schriftsteller näher zu sein als je einem Menschen zuvor, denn sie findet eines Abends ein Buch in einer Buchhandlung was schon am Anfang von ihrem Restaurant ganz in der Nähe und ihrem bezaubernden Lächeln berichtet. Nun wünscht sie sich nicht sehnlicher als diesen gutaussehenden Autoren kennenzulernen und das Geheimnis, weswegen er sie aber sie ihn nicht kennt, zu erfahren. Es gibt nur ein Problem... Es gibt diesen Autoren in Wirklichkeit nicht denn ein Verleger und der Cheflektor eines Verlages haben sich entschieden das Manuskript des Lektors unter einem falschen Namen, mit einer ausgedachten Autorengeschichte und dem Bild des Bruders des Verlegers zu veröffentlichen um dem Chef des Verlages das erwünschte Werk auf den Tisch zu legen. Von dem gesuchten Autoren, Engländer mit Liebe zu Frankreich und einem guten Humor.
Doch nun will nicht nur Aurélie den Autor kennenlernen sondern auch die Öffentlichkeit denn das Buch üvertrifft alle Erwartungen und so muss sich André, der Lektor nicht nur eine Lüge rund um den Mann ausdenken welcher er eigentlich selbst ist sondern auch Aurélie hinters Licht führen denn er versucht die Frau mit den bezaubernden grünen Augen für sich zu gewinnen ohne ihr die Wahrheit über Robert Miller (dem erfundenen Autor) gestehen zu müssen.
Doch als alles gut zu werden Scheint fliegt der Verrat an ihr auf und sie glaubt ihm kein Wort mehr. Bis er sich entschließt reinen Tisch zu machen und einen weiteren Roman zu schreiben der die lange Frage aufklärt wieso Aurélie in seinem ersten Roman auftauchte und seither nicht mehr aus seinem Leben verschwand.

Meine Meinung
Ich bin eigentlich kein Fan von fransösischen Romanen, so wie dieser hier einer ist, da es meist um Essen und die Liebe zu Paris geht. Auch hier wird das ganz klar hervorgehoben. Ich glaube die Fransosen sind sehr eitel und lieben ihre Sitten. Vor Allem über die Engländer scheinen sie sich zu amüsieren. Dennoch hat mich diese Geschichte gefesselt und ich habe sie heute komplett durchgelesen.
Der Anfang ist sehr einfach, denn aurélie wird von ihrem langjährigen Freund verlassen der schon lange eine andere Frau hat. Aber Aurélie trauert nicht lang (ein wenig wie ein Klitschee), denn sie findet ein Buch was ihr schnell über die Trauer hinweghilft, weil es sie selbst beschreibt. Die Idee finde ich wirklich niedlich, sehr schön denn ich habe mich oft gefragt ob man sich nicht einmal so sehr mit einer Figur in einem Buch vergleichen könnte als das man annehme man spiele selbst eine bedeutende Rolle in diesem Buch. Es hätte mir zumindestens gefallen an ihrer Stelle zu merken das nicht nur mein Äußeres sondern auch mein Arbeitsplatz exakt mit dem im Buch geschriebenen übereinstimmten. Mir hat es auch sehr gut gefallen wie sich André immer weiter in seinem Lügennetz verfangen hat und wie es hier und da aufzufliegen drohte, denn das war wirklich witzig. auch die Einblicke in das Leben eines Autors und Lektors fand ich interessant. Ich fand es jedoch nicht so zutreffend das der wahre autor des Buches, Nicolas Barreau, nicht so viele weibliche Gefühle mithinein gebracht hat. Aurélie scheint sehr schnell zu beruhigen zu sein, was eventuell an ihrem Alter liegt. Dennoch macht sie eher den Eindruck als wäre sie noch recht jung und naiv und auch ihre beste Freundin kommt mir manchmal ein wenig "kalt" vor. Vielleicht Absicht, vielleicht fehlte hier aber auch das nötige Einfühlungsvermögen.
Mit den fansösischen Begriffen kam ich nicht ganz klar, ich mag Fransösisch nicht besonders aber das muss ja jeder selber wissen.
Am Ende des Buches findet man tolle fransösische Rezepte, ein klarer Pluspunkt
Alles in Allem ein sehr gelungener Roman!

Fazit
Ich würde dieses Buch auf jeden Fall jedem empfehlen der gern Romane, vor Allem aber Lovestorys liest, denn das hier ist eine sehr schöne!
Frauen werden sicher sehr angetan von diesem werk sein und auch Jugendliche würden sich die Charaktäre bestimmt verlieben.
Das Buch ist witzig und romantisch und nimmt ein schönes Ende. also genau das Richtige um lässtigen Liebeskummer zu verscheuchen.
Für mich haben sich die 99 Cent auf jeden Fall gelohnt und ich bin froh dieses Buch in meiner Sammlung willkommen zu heißen!

Samstag, 18. April 2015

Intimacy von Hanif Kureishi (Das Buch zum Film)

Hallo meine Lieben,

Ich melde mich mal wieder zurück!
In den letzten Tagen habe ich das nachfolgend beschrieben Werk gelesen (leider hat es länger gedauert da ich derzeit Migräneanfälle habe und mich nicht konzentrieren kann) und muss sagen das ich freudig überrrascht gewesen bin.

Intimacy (Das Buch zum Film von Patrice Chéreau) 

 

ist auf eine ganz andere Weise zusammengefügt als die meisten Filmbücher! Es handelt sich hierbei nicht um ein einziges Filmmanuskript sondern viel mehr aus einer Zusammenführung von 4 Ideen des Autores Hanif Kureishi und einer Beschreibung wie der Autor und der Regisseur Patrice Chéreau kennenlernte und mit ihm zusammenarbeitete bis er schließlich das erste Mal für die Beteiligten vorgeführt wurde.


Daten zum Buch:

Autor: Hanif Kureishi
Titel: Intimacy (Das Buch zum Film von Patrice Chéreau)
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Genre: Zusammenfassung
Seitenzahl: 253
Erscheinungsjahr: 2001
ISBN: 3 499 23193 x


Cover

 Wo und wieso habe ich dieses Buch gekauft?

Dieses Werk gehört wie neunundzwangzig weitere Bücher zu meiner neuen Sammlung welche ich mir zu Ostern, bei rebuy bestellt habe! Es hat mich gerade einmal 0,59 Cent gekostet.
Ich habe zuvor mehrere Blogs, auf welchen Rezensionen veröffentlicht wurden, durchstöbert und bin dabei auf dieser Geschcichte hängen geblieben. Allerdings habe ich entweder nicht richtig gelesen oder das Buch war eine andere Ausgabe welche beschrieben wurde denn ich dachte ich bekomme tatsächlich die Handlung des Filmes beschrieben, beziehungsweise den Roman welcher VOR dem Film erschien ist vorgelegt.

Über den Autor:

Ich persönlich habe noch nie zuvor etwas von diesem Autor gelesen und wäre warscheinlich im Laden auch nicht an einem Filmanuskript stehen geblieben, denn ich mag es nicht das sie meist so einfach (Handlung auf Handlung) geschrieben sind.

Der Drehbuchautor Hanif Kureishi ist 1954 geboren und schrieb unter anderem die Drehbücher zu "Sammy und Rosie tun es" oder "Mein wunderbarer Waschsalon". Somit arbeitete er mit Stephen Frears zusammen. Aber er hat, bei der Verfilmung seines Werkes "London schafft alle" auch bereits selbst Regie geführt. Auch erhielt er bereits Preise wie den Whitbread Prize, für ein Erstlingswerk. Mehere Erzählungen wurden unter verschiedenen Verlagen außerdem veröffentlicht.


Über den Regisseur:

Auch Patrice Chéreau war mir bisher unbekannt. Ich habe den Film "Intimacy" nicht gesehen und wollte mir mit dem Buch eher eine Anregung holen ob es sich womöglich lohnen würde. 

Patrice Chéreau leitete bereits mit 22 Jahren ein kleines Theater und wurde 1944 geboren. Mit einer Wagnerinzenierung  feierte er 1976 seinen größten Erfolg. Auch der Fimpreis Oscar blieb ihm für das Werk "Hotel de France" nicht verwehrt! Für INTIMACY wurde er 2001 auf der Berlinale, mit dem goldenen Bären ausgezeichnet. Bis zu seinem Tode 2013 war er ein angesehener und beliebter Regisseur!


Der Klappentext:

Der Film >Intimacy< ist das Ergebnis eines Abenteuers, in das sich Hanif Kureishi und der Filmregisseur Patrice Chéreau gemeinsam begeben haben. Den Weg dorthin lässt Kureishi noch einmal revue passieren. In bezeichnender Aufrichtigkeit spricht er über eine außergewöhnliche Zusammenarbeit, über die eigenwillige Spannung zwischen gegenseitiger Fazination und krativer Konfrontation. Neben diesem Einblich versammelt das Buch alle Erzählungen, auf denen der Film basiert.
"Mit solch einer Zusammenarbeit ist es wie mit der Freundschaft oder mit der Schriftstellerei. am Anfang hat man nur eine vage Vorstellung, wohin die Reise geht." Hanif Kureishi.
Das dies sich gelohnt hat, beweist die Auszeichnung des Filmes auf der Berlinale 2001.


Die Rückseite mit Klappentext


Die Erzählugen:

  • Wir zwei Beide
In dem ersten Abschnitt des Buches beschreibt Hanif ausführlich und ehrlich wie er den Filmregisseur kennengelernt hat und sich schlussendlich entscheid ihm seine Erzählungen in die Hand zu geben, damit dieser daraus einen Film zauberte. Auch beschreibt er wie er die erste Aufführung empfand und was Patrice ihm daraufhin ans Herz legte.

  • Ratlose Nähe
Ratlose Nähe ist eines der vier Teile aus welchem Patrice Chéreau den Film Intimacy gefertigt hat. Es erzählt von einem Mann der sich entschließt seine Frau und seine Kinder zu verlassen um mit seiner jahrelangen Affäre, welche er liebt im Gegensatz zu seiner Frau, zusammen sein und freisein zu können. Es ist die Zusammenreihung von vielen Gedankengängen und Erinnerungen des Hauptprotagonisten und erschreckend ehrlich. Er scheint die häusliche Nähe zwischen Ehepaaren nicht zu mögen und verliert sich in, wie er meint, jugendlichen Wünschen. Am Ende verlässt er seine beiden Söhne, welche er mehr oder minder liebt, und seine ungeliebte Frau tatsächlich und kommt bei einem Freund unter.

  • Nachtlicht
Dies ist die kürzeste Erzählung, sie umfasst gerade einmal zehn Seiten! Es wird kurz von einem Mann erzählt welcher immer weiter in seinen Schuldenberg rutscht und sich, immer Mittwochs, mit einer Frau in seinem Keller amüsiert. Er kennt diese Frau nicht, spricht wenig oder gar nicht mit ihr und sie geht nachdem die beiden miteinander geschlafen haben immer wieder. Dennoch hängt er an dieser "Beziehung" und möchte sie durch unnötiges Gerede nicht zerstören, wenn sie nicht kommt fehlt sie ihm.

  • In a Blue Time
Wir lernen einen Mann kennen der gerade mit seiner schwangeren Freundin in ein Haus gezogen ist und versucht groß als Filmmanuskriptautor heraus zu kommen. Als er gerade auf den großen Durchbruch hofft hilft er seinem alten Freund, welcher schwerer Alkoholiker und drogenabhängig ist, indem er ihn bei sich aufnimmt. Und an de Tag an dem endlich das heiß ersehnte Treffen mit dem Regisseur ansteht, welcher sein Werk drehen soll, macht dieser Freund ihm durch sein wirres Gerede alle Hoffnungen zu staub. In der Abwesenheit des Hauptprotagonisten erzählt der Freund das er ein Drehbuch geschrieben hätte und wird von dem Regisseur ernster verstanden als die handelnde Person. Dies zerstört die Freundschaft, die mit einem Krankenhausaufenthaltes des Alkoholikers und einem depressiven Drehbuchautor, zu Ende zu sein scheint.

  • Die fremde Frau
Diesmal geht es um einen Schauspieler. Er verliebt sich in eine verheiratete, junge Frau welche selbst geschauspielert hat und ihm, mit ihrem Rat, zum großen Durchbruch verhilft. Als sie jedoch, auf einer geplanten Reise, ihren Ehemann mitbringt und es nicht wie erhofft für den Hauptprotagonisten ausgeht, beendet dieser die Affäre. Zwhn Jahre später treffen sie sich wieder, sie will wieder auf die Bühne und empfindet immer noch sehr viel für ihn. Doch beide haben sie jetzt eine Familie.


Die Aufmachung des Buches:

In der Mitte des Buches finden sich Bilder zum Film, zusammen mit kurzen Beschreibungen der Szene. Man kann sich so sehr gut vorstellen welche Teile, aus welcher Erzählung, in das Werk eingeflossen sind.


Die beiden Hauptrollen belegen Kerry Fox und Mark Rylance


Mein Eindruck und Fazit:

Zu meinem Erstaunen hat mir das Werk schlussendlich sehr gut gefallen. Es hat mich manchmal ein wenig angewiedert wie abwertend über Frauen geschrieben und wie genau die sexuellen Gelüste der Männer in den Vordergrund treten aber genau das hat den Erzählungen auch einen gewissen Reiz beigefügt.
Durch die sehr ehrliche und ausführliche Schreibweise und die vielen aufgefassten Gedanken der Protagonisten kann man sich die beschriebenen Situationen sehr gut vorstellen und das Denken der Einzelnen nachvollziehen.
Im Großen und Ganzen sind sie alle auf der Suche nach der wahren Liebe, welche sie mehr oder minder schon besitzen oder finden möchten. Männer scheinen das, laut Kureishi wohl in der sexuellen Bestimmung auszumachen. Ein schnödes Familienleben scheint dabei einfach zu "langweilig" zu sein.
Auf der einen Seite kann ich es sehr gut nachvollziehen denn ich hatte oft schon genau den gleichen Gedanken "Diese Beziehung ist fesgefahren und man hat sich einfach nichts mehr zu sagen!" und natürlich ist man dann wieder auf der Suche nach jemandem oder etwas dem man sein Herz ausschütten und sich verstanden fühlen kann. Ich denke jedoch das man auch heute, in der schnellebigen Zeit, noch "alt" miteinander werden kann wenn man bereit ist sich füreinander zu ändern.
Auch sind alle Männer auf gewisse Weiße drogenabhängig und scheinen damit ihren Geist am Leben zu erhalten wärend ihr eigentliches Leben ihnen nicht gefällt. Künstler sind oft drogenabhängig aber es ist schade das es alle in diesem Buch nötig hatten sich zuzudröhnen oder zu besaufen.
Wenn man selbst schon einmal mit einem drogenabhängigen Mann zusammen war kann man hier auch die Frauen neben ihnen verstehen und ich muss sagen ich hatte oft Mitleid mit gerade diesen. Sie wurden verlassen, betrogen oder belogen und das sollte verstanden werden. Zu verstehen ist es, eine Rechtfertigung ist es für mich jedoch nicht.
Der Autor schreibt einmal: "Lügen sind dafür da um eine Frau nicht zu kränken. Eine Welt ohne Lügen gibt es nicht."
Eine belogene Frau kommt sich jedoch noch viel schäbiger vor wenn sie die Lügen aufdeckt als wenn sie von Anfang an mit der Wahrheit umzugehen gelernt haben muss. Ich spreche hier aus Erfahrung.

Ich denke ich kann die Ansichten mancher Männer, wohl vor allem drogenabhängiger Männer, nun verstehen denn ich habe als Rechtfertigung von Lügen diesen Satz auch mehrfach gehört. Es ist auch sehr interessant mal die "andere Seite" zu sehen denn ich würde so nicht über Jahre hinweg handeln. Ich weiß wie es ist nur die Affäre zu sein, belogen zu werden und am Ende eben nur noch die Frau aber nicht mehr die geliebte Person zu sein. Gleichzeitig weiß ich wie soetwas nicht ausreichend ist, so wie es die Männer beschreiben und sehne mich oft nach Veränderung.


Hier würde ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung aussprechen denn die verschiedenen Einblicke in die Leben der Menschen sind spannend und regen zum Nachdenken an!

Dienstag, 14. April 2015

Hundert Namen von Cecelia Ahern

Hallo meine Lieben,
ich habe heute wieder eine Buchvorstellung für euch, da diese es mir in letzter Zeit wohl sehr angetan haben. Ich lese für mein Leben gern und da das Lesen in meinem Umfeld ausstirbt oder die meisten davon von Vornherein nicht begeistert sind, teile ich meine Meinung gern auf diese Weise mit.

Heute stelle ich vor:
Hundert Namen von Cecelia Ahern

Was kann ich über die Autorin sagen? 
Cecelia Ahern ist eine meiner liebsten Autorinen und ich habe neben diesem Werk bereits "PS: Ich liebe dich", "Ich schreib dir Morgen wieder", "Ich hab dich im Gefühl", "Vermiss mein nicht" und "Zwischen Himmel und Liebe" gelesen. Das heißt also beinahe jedes ihrer Bücher.
"Für immer vielleicht", "Der Gohstwriter", "Solange du mich siehst", "Zeit deines Lebens", "Die Liebe deines Lebens", "Ein Moment fürs Leben" und "Das Jahr in dem ich dich traf" werden auf jeden Fall nach und nach folgen denn Cecelia schafft es immer wieder mich mit ihren Liebesromanen, welche immer einen nützlichen Tip fürs Leben mitliefern, mein Herz zu berühren und mich an ihre Worte zu fesseln.Cecelia Ahern studierte Medienkommunikation und Journalismus bevor sie mit 21 Jahren ihren ersten Roman (PS: Ich liebe dich) schrieb.
Sie wurde am 30. September 1981 in Dublin geboren und hat schon als Kind Geschichten geschrieben.
Außerdem findet man sie seit 2007 auch im Fernsehgeschäft. Die Sendung "Samantha Who?" wird teilweise auch in Deutschland ausgestrahlt und auch "PS: Ich liebe dich" sowie "Für immer vielleicht" wurde in die Kinos gebracht.

Das Äußere des Buches 

 

Ich weiß nicht wieso, aber Cecelia hällt viele ihrer Buchbände in blau. Es macht stehts den Anschein als würde der jeweilige, weiße Schriftzug des Titels im Himmel schweben.
Bei diesem Werk ist es jedoch anders. Hundert Namen scheint in einem Fluss, voll mit kleinen Fischen (welche auch auf dem Cover zu erkennen sind) zu schwimmen.
Ob das am Fischer-Verlag liegt? Ich weiß es nicht!
Über dem Klappentext ist ein kleiner, gelber Einleiter. Und unter dem Klappentext findet man gelbe, kurze Zitate von Zeitschriften oder Ähnlichem.

Sonstige Angaben zum Buch 

 

 

 

Titel: Hundert Namen
Autorin: Cecelia Ahern
ISBN: 978-3-596-18683-9
Verlag: Fischer
Format: Taschenbuch
Genre: Roman
Seitenzahl 395
Erscheinungsjahr: 2013

Woher habe ich das Buch und weswegen habe ich mich für den Kauf entschieden? 

 

Ich habe das Buch zufällig für 3,99 Euro, als Mangelexemplar, bei Rewe gefunden und nachdem meine Buchsammlung nach einem Wasserschaden nicht mehr zu retten war sofort entschlossen dieses Buch für meine neue Sammlung mitzunehmen. Denn ein Werk von Cecelia Ahern war in dem Wiederaufbau meiner Kollektion leider noch nicht zu finden.

Klappentext 
 
Manchmal muss man ganz gewöhnliche Menschen finden, um zu verstehen, wie außergewöhnlich das Leben ist.
Die junge Journalistin Kitty Logan ist am Tiefpunkt, als sie eine geheimnisvolle Liste in die Hand bekommt – mit hundert Namen unbekannter Frauen und Männer darauf. Hundert Menschen, über die niemand etwas weiß. Wer sind sie? Was verbindet sie miteinander? Kitty bleiben nur zwei Wochen, um es herauszufinden – für ihren Artikel und für ihre eigene Zukunft …
Phantasievoll, spannend, unverwechselbar: der berührende Roman einer unvorhersehbaren Suche. Denn jeder von uns hat seine Geschichte. 

Buchausschnitte 
 
Unter einem hübschen Porträt von ihr stand:
Der Sündenbock. Inzwischen hat nun auch das Magazin Etcetera die junge Journalistin suspendiert, obwohl die Angelegenheit nichts mit der Zeitschrift zu tun hat......
 
"Was war denn das für eine Wette?"
"Ich habe gewettet das ich mindestens fünfundachtzig Jahre alt werden würde."
Kitty sperrte die Augen auf "Kann man denn soetwas wetten?"
Josie o´Hara, der geizigste Kerl des Ortes, stammte aus einer Familie von Buchmachern. Er dachte das ich den Abgang machen würde, wie so viele andere, und deshalb hat er meine Wette angenommen."
"Um wieviel Geld ging es denn?"
"Ich habe damals hundert Pfund gesetzt. Damals war das eine Menge. Und der Buchmacher war so überzeugt von meinem baldigen Ableben, dass er mir aus freien Stücken eine Gewinnquote von Hundert zu Eins angeboten hat."
"Das heißt also sie kriegen jetzt....." Kitty rechnete im Kopf nach.....

Handlung 
 
Zu Beginn des Buches wird darauf aufmerksam gemacht weswegen Kitty, die junge Journalistin welche auch eine Fernsehlaufbahn einschlagen wollte, nicht mehr die beliebteste unter den Menschen ist. Denn sie hat, ohne näher auf den Mann einzugehen, einen Lehrer vor der laufenden Kamera in die Pfanne gehauen, indem sie (aufgrund von Briefen und bösen Verschwörungen zwei ehemaliger Schülerinen) behauptete er habe vor 10 Jahren zwei Schülerinen sexuell missbraucht und einer von ihnen ein Kind gezeugt. Nachdem das Gegenteil bewiesen ist und der Sender sie kündigte, versucht sie mit sich selbst ins Reine zu kommen, ihren einzigsten Job, bei der Zeitschrift Etceteria, nicht auch noch zu verlieren und stößt dabei auf eine Geschichte welche niemand kennt....
Niemand außer die verstorbene Chefredakteurin der Zeitschrift, welche ihr mit einer Liste von 100 Namen ein Rätzel für die nächsten zwei Wochen aufgibt.
Was haben diese Namen gemeinsam? Was macht sie besonders? Am Anfang kann sie kaum etwas finden, ist zu sehr mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt aber mehr und mehr lernt sie das es hierbei nicht um sie geht und jeder Mensch, egal wie gewöhnlich er ist, eine eigene Geschichte zu erzählen hat.
Sie lernt einen kleinen Teil der Menschen kennen welche auf der Liste stehen und findet so nicht nur neue Freunde sondern auch zu ihrem Ideal zurück.

Meine Meinung und mein Fazit 
 
Schon mit der Verfilmung von PS: Ich liebe dich hat mich Cecelia Ahern aus den Schuhen gehauen. Denn sie schafft es besser als kein anderer, mir bekannter Autor, die traurige Wahrheit über den Tod eines geliebten Menschens und die Liebe zu sich selbst zu verbinden. Alle ihre Werke haben etwas tiefgreifendes und auch dieses Werk hat mich trotzdessen das es in der Mitte etwas langatmig wurde, sehr gefesselt.
Ich wusste zwar schon nach dem Lesen des Einleiters und des Klappentextes auf was die Autorin schlussendlich hinaus will aber dennoch habe ich das Buch innerhalb von 2 Tagen mehr dennje verschlungen.
Es ist zwar nicht unter die liebsten Werke von ihr gerutscht, da es doch schlussendlich sehr simple ist aber ich kann es nur empfehlen. Es umschreibt sehr schön wie man sich aus schweren Lebenslagen selbst befreien kann indem man den Kopf nicht hängen lässt und weiter an sein Ideal glaubt und wie wichtig es ist das wir die kleinen Dinge des Lebens als Wertvoll erachten um nicht abzustumpfen in einer Welt in der alles nur so aufregend wie möglich sein muss.

Ich bin sehr froh es in meiner Sammlung zu haben und würde es jedem Cecelia Ahern Fan sowie Fans von Romanen und auch Jugendlichen (vor Allem weiblichen) auf jeden Fall empfehlen.

Ich habe nein gesagt von Annemarie Schoenle

Hallo ihr Lieben,


ich habe mich lange nicht gemeldet und möchte meinen jetzt folgenden Bericht etwas ausführlicher gestalten als die letzten welche ich, für euch, veröffentlicht habe.
Dafür habe ich mich diesmal für eine Buchrezension entschieden.

Wo habe ich das Buch erhalten?


Ich habe das Taschenbuch bei Woolworth gekauft. Es handelt sich um ein Mangelexemplar des Universo-Verlages und hat mich deswegen gerade einmal 1 Euro gekostet.
Ein wahres Schnäppchen also!


Was kann ich über den Verlag und die Schriftstellerin sagen?


Von dem Verlag Universo habe ich bisher nur zwei weitere Taschenbücher bezogen, alle waren Mangelexemplare welche für günstiges Geld heraus gegeben wurden.
Ich habe im Internet nicht einmal eine Webseite finden können.
Im Buch habe ich die Bemerkung gefunden das Universo ein Imprint des Karl Müller Verlages ist.

Die Autorin, Annemarie Schoenle ist mir aus keinem anderen Buch bisher bekannt und auch im Buch habe ich keine Vorstellung von ihr gefunden.
Auf ihrer Homepage findet man jedoch eine ganze Reihe weiterer Werke, so zum Beispiel "Frühstück zu viert" oder "Das Leben ist ein Blumenstrauß".
Ich habe das erste erwähnte Beispiel später auf einem Wühltisch gefunden allerdings hat mich der darauf gefundene Klappentext überhaupt nicht angesprochen.
Sie schreibt typische Romane für die Frau, was mich eigentlich sonst nicht anspricht. Liebesdrama und Lovestory, wenn dann bitte verpackt in einer umschweifenden Geschichte. Was bei dieser Autorin leider nicht der Fall ist.

Das Buch 

 

 


ISBN: 978-3-95674-163-0
Seitenzahl: 316
Vertreten durch: SILAG Handel AG, Liebigstraße 1-9, 04764 Langenfeld
Autorin: Annemarie Schoenle
Verlag: Universo, Karl Müller Verlag

Klappentext:

Wenn die heile Welt Risse bekommt.....Doris ist mit Werner verheiratet. Die beiden haben eine achtjährige Tochter, scheinen eine ganz normale Ehe zu führen. Und das Doris die früheren Zährtlichkeiten vermisst, das geht doch wirklich niemanden etwas an, oder? Doch dann beginnt Werner, seine schlechte Laune immer heftiger an ihr auszulassen. Als Doris in ihrer Not Trost bei einem anderen Mann sucht, dreht Werner durch: Er verprügelt und vergewaltigt seine Frau. Für Doris bricht eine Welt zusammen. Sie will nur noch weg. Aber in ihrer Familie stößt sie nur auf Unverständnis und Ablehnung....
Der ergreifende Roman über eine Frau, die in ihrer dunkelsten Stunde den Mut findet, zu sich selbst zu stehen - gegen alle Widerstände._Eine typische Geschichte einer Frau, im Kampf gegen die Gewalt die sie umgibt, ohne sich selbst und ihrer Tochter fremd zu werden. Da ich selbst in einer ähnlichen, nicht ganz so schlimmen, Lebenslage steckte hat mich das Buch (nach dem Lesen dieses Klappentextes) sehr angesprochen._

Handlung:

Das Buch beginnt sehr langweilig. Es wird von dem einseitigen Leben der Doris erzählt. Von den ersten Schlägen ihres Mannes, den gemeinsamen Freunden, ihrer besten Freundin und über den Job im Drogeriemarkt.
Doch dann wendet sich das Blatt als ihr immer mehr und mehr klar wird das sie eventuell damals als sie sich für ihren Mann entschied doch lieber bei dessen besten Freundes hätte landen sollen, denn dieser macht ihr auch jetzt, nach 8 jähriger Ehe mit Werner, noch schöne Augen. Immer weiter wächst in ihrem Kopf das Bild eines zährtlichen Mannes, welchen sie vermisst und in ihrem Mann nicht mehr finden kann und die Sicherheit das sie einen solchen Mann doch eigentlich verdient hat.
Doris trinkt gern einen über den Durst. Auf der einen Seite um zu verdrängen das ihr Vater mit seinem Kariereabsturz als Schauspieler nicht zurecht kam und sich umbrachte und zum anderen um angeheitert fröhliche Lieder für ihr Ego und ihre Freunde zu singen.
Sie meldet sich bei einer Laientheatergruppe an und erfährt von niemandem in ihrer Umgebung Zuspruch.
Als sie wieder einmal, nach einem Streit mit ihrem Mann, in der Kneipe bleibt und zusammen mit dessen besten Freund trinkt entschließt sie sich Werner zu betrügen und wählt dafür den charmanten besten Freund ihres Mann, welcher auch absolut nicht abgeneigt ist.
Doch schon bald bemerkt sie den Fehler, nachdem sie ausgenüchtert aufwacht und Ricky genauso kalt und ablehnend ist wie es ihr Mann nach jedem Geschlechtsverkehr, mit ihr, war und als sie nach Hause kommt und Werner bemerkt das die Freunde angemerkt haben das sie mit dessen besten Freundes gegangen war und sie nicht wiederspricht weil sie hofft dadurch Stärke zu erlangen, vergewaltigt Werner sie und schlägt sie mit seinem Gürtel nieder.
Danach hat sie keinerlei Freunde mehr, denn niemand versteht zu dieser Zeit aus welchem Grund eine Frau ihre eigenen Interessen nicht zurück stecken kann und mit einem anderen Mann ins Bett geht. Selbst ihre beste Freundin hält sie für ein Flitschen und ihre Mutter steht auf der Seite ihres Mannes.
Sie entschließt sich trotzdessen ihren Mann anzuzeigen und kämpft sich mit Gesprächen, die sie mit ihrem Anwalt und einer Polizeibearbeiterin führt, bis zu der Verhandlung durch. Sie sagt gegen ihn aus und auch die Theateraufführung, für welche sie in der ganzen schweren Zeit üben musste, zieht sie durch. Die Buh-Rufe und die Trauer ihrer Tochter, darüber das der Papa nicht zurück kommen wird, steckt sie weg und am Ende vergeht der Schmerz über die Erniedrigung durch ihren Mann denn ihre Mutter findet zurück zu ihr und auch ihre Tochter darf weiterhin bei ihr leben, was das Wichtigste für sie war.

Schreibstil:

Das Buch ist in der Ich-Form verfasst, was ich persönlich ganz gern lese denn für einen solchen Handlungsablauf passt es am besten wenn man das Gefühl bekommt der Betroffene erzählt seine ganz eigene Geschichte, mit seinen ganz eigenen Worten.
Was mir nicht wirklich gefallen hat ist das die Sätze und damit auch die meisten Handlungen sehr kurz und knapp beschrieben sind.
Es ist zwar möglich sich vieles bildlich vorzustellen und auch eine umschweifende Beschreibung würde die Handlung eher zerreden, allerdings kommt es ein wenig rüber als ob das Werk nur nebenbei verfasst wurde.
Es ist das Wichtigste zusammengefasst und neben der Geschichte gibt es eigentlich keinerlei Nebenhandlungen. Nur ab und zu kommt es vor das die Gefühle anderer, zum Beispiel die des Kindes, aufgegriffen werden.
Es werden sehr viele Gedanken der Betroffenen beschrieben und man kann das innerliche Hin und Her der Hauptperson deutlich spüren.

Fazit / Meine Meinung:

Ich habe es gern gelesen. Am Anfang habe ich mir oft die Frage gestellt ob es wirklich meinen Ansprüchen genügen wird, denn die kurzen Sätze haben mir anfänglich nicht zugesagt. Im Verlauf des Buches habe ich jedoch gemerkt das sich hier auf das Wesentliche beschränkt wurde und fand vor allem die tiefgehenden Eindrücke über die Gefühle, der falsch verstandenen Frau, sehr ansprechend.
Es kam sehr oft vor das ich mir dacht "Oh ja das kann ich gut nachvollziehen!", so zum Beispiel als sie erkennt das ihr Mann ihr nur das Versprechen geben möchte eine Therapie zu machen um sich selbst aus der Affäre zu ziehen oder immer dann wenn sie darüber nachdachte ob sie das alles nicht eigentlich ertragen müsste, nur weil sie ihren Mann liebt.
Im Großen und Ganzen hat mir das Werk sehr gut gefallen auch wenn ich mir gewünscht hätte das sie zumindestens einen anderen Menschen findet der mit ihr über diese Ereignisse so reden kann wie sie es möchte, oder welcher eventuell ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Dies hätte vielleicht noch ein paar Aspekte mehr eröffnet.
Wahrscheinlich war das Taschenbuch außerdem so günstig weil einige Rechtschreibfehler enthalten sind.

Zu empfehlen?

Ich würde das Buch jeder Frau empfehlen welche ähnliche Erfahrungen machen musste oder eventuell gerade noch macht. Nicht passend finde ich es für Leser welche gern eine ausführliche Handlung und viele Nebenhandlungen vorfinden, denn das ist hier nicht wirklich gegeben.