Freitag, 1. Mai 2015

Sofies Welt von Jostein Gaarder

Hallo liebe Leser,


endlich habe ich es geschafft und Sofies Welt von Jostein Gaarder zuende gelesen.
Ich hatte mich vor über einem Monat zu dem Kauf des Buches über rebuy.de entschieden weil ich auf anderen Blog´s bereits sehr gute Bewertungen zu diesem Werk gelsen habe und mich von der allgemeinen Meinung habe anstecken lassen.
Mich hat das Buch gerade einmal 0,77 Eurogekostet und war, für einen solch dicken Taschenbuch-Roman, wirklich ein Schnäppchen.

Allgemeine Daten:

Titel: Sofies Welt
Autor: Jostein Gaarder
Verlag: dtv (Deutscher Taschenbuch Verlag)
Genre: Roman
Seitenzahl: 606
ISBN: 3-423-12555-1

Cover


Über den Autor:

Von Jostein Gaarder, welcher 1952 geboren wurde und mittlerweile als freier Autor arbeitet habe ich persönlich wirklich noch nie etwas gehört geschweigedenn ein anderes Buch von ihm in der Hand gehalten.
Er studierte Naturwissenschaft, Theologie und Philosophie und lehrte Philosophie an Schulen für Erwachsene. Nebebei schrieb er jedoch Romane und Erzählungen auch für Kinder.
Er lebt heute, zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern, in Oslo und war schon mehrfach wegen seiner Kritik im Gespräch.
Unter Anderem schrieb er Das Weihnachtsgeheimnis, Hallo ist da jemand? und Das Orangenmädchen, jedoch erreichte er erst 2003 mit dem von ihm veröffentlichten Werk Sofies Welt den Duchbruch unter den Buchautoren. Mittlerweile ist dieses Werk in 40 Sprachen übersetzt wurden und erfreut sich weiterhin einer großen Leserschaft von Jugendlichen, Kindern und auch Erwachsenen.

Über das Buch:

Klappentext:

Der Klappentext dieses Buches ist nicht auf dem Einband oder der Rückseite zu finden sondern steht auf der ersten Seite über einer kurzen Vorstellung des Autors!

Myteriöse Briefe landen im Briefkasten der 15-jährigen Sofie Amundsenin Oslo. Was sollen diese Fragen "Wer bist du?", "Was ist ein Mensch?" und "Woher kommt die Welt?" Sofie ist irritiert, doch gleichzeitig beginnt ihr Geist sich zu regen. Die Briefe werden ausführlicher, und schon bald wirde Sofie in die abenteuerliche und geheimnisvolle Gedankenwelt der großen Philosophen entführt. Die rätzelhaften Botschaften erzählen nicht mehr und nicht weniger als die Geschichte Europas von der Antike bis zur Gegenwart. Und ausgerechnet beim Exkurs über den irischen Bischof Berkeley nimmt die ganze Geschichte eine unglaubliche Wendung... Ein Roman über zwei ungleiche Mädchen und einen geheimnisvollen Briefschreiber, eine fazinierende Philosophiegeschichte und vor Allem: ein geistreiches und witziges Lesevergnügen.

Der Inhalt:

Das Buch erschien 1998 das erste mal als ungekürzte Ausgabe und wurde mittlerweile sogar verfilmt!

Im Grunde wird der Leser bis zur Hälfte des Buches wirklich schlicht und einfach durch die Anfänge der philosophischen Geschichte geführt. Hierzu findet die 15-jährige (oder zu diesem zeitpunkt noch 14-jährige) Sofie Admunsen immer wieder geheimnisvolle Briefe und gelbe Briefkuverte in ihrem Briefkast. In den Briefen stellt ihr der Philosophielehrer, welcher bis zu einem Video in Rom unerkannt bleibt, immer wieder Fragen über welche sie anschließend nachdenkt und sobald sie den nächsten gelben Umschlag öffnet wird sie in die Lösungen dieser Fragen eingeführt.
Nachdem die neugierige Sofie versucht Alberto ihren Philosophielehrer ausfindig zu machen gelangt sie in eine verlassene Hütte welche "die Majorshütte" genannt wird, weil dort vor vielen Jahren ein Major gelebt haben soll. Sie findet dort einen unheimlichen Spiegel der ihr das Gefühl gibt ihr Spiegelbild würde ihr zuzwinkern. Außerdem machen zwe Bilder sie stutzig. Zum einen sieht sie einen älteren Herr potraitiert welcher den Namen Berkeley hat und zum anderen hängt dort ein Gemälde der Hütte, dieses Gemälde trägt einen ähnlich klingenden Namen wie Berkeley. Hier wendet die Geschichte.
Sofie lernt den geheimnisvollen Mann namens Alberto Knox in einer alten Kirsche kennen und von nun an sind die beiden ein eingefleischtes Team. Sie erkennen das sie nur "Hirngespinnste" eines Mannes sind welcher seiner Tochter Hilde zum Geburtstag eine Überraschung machen will, denn Sofie erhält neben den Briefen von Alberto auch Postkarten aus dem Libanon welche an eine Hilde Knag gerichtet sind.
Nun versuchen sie im verlaufe der restlichen, philosophischen Geschichte einen Ausweg aus der Gedankenwelt des Majors (Hildes Vater) zu finden und das Buch beginnt nun auch die Geschichte der Hilde aufzuführen. Hilde spielt ihrem Vater, bei desse Heimkehr, einen kleinen Streich um sich für Sofie und Albert zu rächen und liest ausführlich das Buch welches ihr Vater für sie geschrieben hat. Über sofie und Albert und die ganze philosophiesche Geschichte! Die beiden Mädchen, welche sich nicht begegnen können, da die eine nicht real und die andere aus Fleisch und Blut ist, haben dennoch eine spürbare Verbindung zueinander.

Mein Eindruck und Fazit:

Am Anfang habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Zwar ist mir der philosophische Verlauf der Menschengeschichte nicht unbekannt aber auch ich habe sehr viel dazu gelernt in der Zeit des Lesens! Dennoch wird es sehr schnell langatmig und die Dialoge zwischen den wenigen Personen welche mitwirken sind schlicht und einfach gehalten. Es macht wirklich oft den Anschein als würden sie gar nicht "leben".
Die philosophische Zusammenfassung ist ausführlich, die Geschichte drum herum über Albert, Sofie und Hilde jedoch nur schemahaft dargestellt. Ich persönlich vermisse ein wenig Gefühl in dem Ganzen und bekomme zum Schluss, da auf einmal alle möglichen Figuren aus anderen Märchen (wie Rotkäpchen) auftauchen das Gefühl als hätte der Autor das Buch am Ende sehr schnell abkürzen wollen oder so viel wie möglich, auf so wenig Platz wie möglich, zusammen schreiben wollen.
Im Grunde ist es wirklich sehr interessant über alte antike Philosophen und später über die Philosophen der Neuzeit zu lesen aber man kann sich nicht wirklich konzentrieren weil man immer versucht zu überlegen wie es wohl mit Sofie weiter geht.
Das Ende gefällt mir persönlich gar nicht! Aber an dieser Stelle möchte ich nicht verraten ob es Sofie und Albert wirklich gelingt aus dem Werk des Majors zu entkommen.

Eigentlich war ich von den Rezensionen anderer wirklich sehr angetan und habe ein spannenden Roman erwartet, leider aber ist er oft sehr schlicht und im Grunde nur auf Philosophie ausgerichtet.
Zum Nachdenken sehr gut, es regt an und Jugendliche mögen hier sicherlich ein wenig umdenken, dennoch für Erwachsene in meinen Augen zu simple geschrieben. Viele Dialoge zwischen Alberto und Sofie, in welchen Sofie nur wenig und oft immer wieder das Gleiche sagt ziehen das Buch anfänglich sehr in die Länge und zum Schluss nimmt die Geschichte eine Wendung die nicht für jederman Geschmack hat.Ich persönlich hätte mir hier ein wenig mehr Einfallsreichtum und Tiefgang gewünscht.




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